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Easter-oratory of J.S. Bach (BWV 249)
and the Shepherds-cantata

Some curious aspects of the music become self-evident when you realize that the original texting was not the religious one (1 April 1725, Easter-sunday), but a secular cantata gratulating performed for the Duke of Sachsen-Weissenfels at his birthday (23 February 1725), a serenade using the traditional imagery and dramatis personae of the 'Pastorale': shepherds (male/female), sheep, and flowers. The aria's and choruses are retexted by Picander, the music probably remained the same. One exception perhaps: the way the last line of n° 9 is expanded (before the Da Capo). The aria which certainly wins a lot by using the original text is the aria for Soprano and Traverso (both in atmosphere and wordpainting: 'schmeicheleien', 'wallen'). The famous Schweisstuch-aria now is a straigtforward lullaby, sung by the shepherd, intended for his sheep... to sleep softly till the morning comes. Odd word-accents often turn out to be quite natural phrasing when one looks to the original text. Personally I am most delighted with the last two lines of the Shepherd's cantata: The triumphant fugue "So werden sich künftig bei stetem Gedeihen / Die Deinen mit Lachen und Scherzen erfreuen." is the final congratulation: "Mazzel tov!", "Happy Birthday", "Lang zullen ze leven" (in Dutch)...
John Eliot Gardiner's interpreation at the BBC-proms gives quite a nice impression of this 'jubilation' (https://youtube.com/watch?v=tWcpB15Ta2w)

original text (gratulationcantata / Shepherdscantata)
 
text of the first version of the Eastercantata
2.
Entfliehet, verschwindet, entweichet, ihr Sorgen,
Verwirret die lustigen Regungen nicht!
Lachen und Scherzen
Erfüllet die Herzen,
Die Freude malet das Gesicht
3.
Kommt, eilet und laufet, ihr flüchtigen Füße,
Erreichet die Höhle, die Jesum bedeckt!
    Lachen und Scherzen
    Begleitet die Herzen,
    Denn unser Heil ist auferweckt.
4.
Hunderttausend Schmeicheleien
Wallen jetzt in meiner Brust;
    Und die Lust,
    So die Zärtlichkeiten zeigen,
    Kann die Zunge nicht verschweigen.
5.
Seele, deine Spezereien
Sollen nicht mehr Myrrhen sein.
    Denn allein
    Mit dem Lorbeerkranze prangen,
    Stillt dein ängstliches Verlangen.
6.
Wieget euch, ihr satten Schafe,
In dem Schlafe,
Unterdessen selber ein!
    Dort in jenen tiefen Gründen,
    Wo schon junge Rasen sein,
    Wollen wir euch wiederfinden.
7.
Sanfte soll mein Todeskummer,
Nur ein Schlummer,
Jesu, durch dein Schweißtuch sein.
    Ja, das wird mich dort erfrischen
    Und die Zähren meiner Pein
    Von den Wangen tröstlich wischen
8.
Komm doch, Flora, komm geschwinde,
Hauche mit dem Westenwinde
Unsre Felder lieblich an,
    Dass ein treuer Untertan
    Seinem milden Christian
    Pflicht und Schuld bezahlen kann.
9.
Saget, saget mir geschwinde,
Saget, wo ich Jesum finde,
Welchen meine Seele liebt!
    Komm doch, komm, umfasse mich;
    Denn mein Herz ist ohne dich
    Ganz verwaiset und betrübt.
10.
Glück und Heil
Bleibe dein beständig Teil!
Grosßer Herzog, dein Vergnügen
Müsse wie die Palmen stehn,
Die sich niemals niederbiegen,
Sonder bis zum Wolken gehn!
So werden sich künftig bei stetem Gedeihen
Die Deinen mit Lachen und Scherzen erfreuen.
11.
Preis und Dank
Bleibe, Herr, dein Lobgesang.
Höll und Teufel sind bezwungen,
Ihre Pforten sind zerstört.
Jauchzet, ihr erlösten Zungen,
Dass man es im Himmel hört.
Eröffnet, ihr Himmel, die prächtigen Bogen,
Der Löwe von Juda kommt siegend gezogen!

 

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Dick Wursten (dick@wursten.be)